Über die Beliebtheit der App ‘Yik Yak’ auf dem Campus

Über die Beliebtheit der App ‘Yik Yak’ auf dem Campus

TOM CLARK ‘Ja,das habe ich bereits auf ‘Yik Yak’ gesehen’ war eine Äußerung, die vor ein paar Wochen während des Abendessens geäußert wurde. Diese Aussage hat mich zum Nachdenken über die Frage, was Yik Yak ist, gebracht.

In den letzten paar Jahren rührte die vermehrte Beliebtheit sozialer Medien von der steigenden Verwendung von Handys her. Wegen dieses Trends wurden immer mehr soziale Medien – ‘Apps’ – auf dem Handy verfügbar gemacht. Eine der Apps aus diere Riesenauswahl heißt Yik Yak und erlaubt einem, eine Ansicht oder einen Kommentar gegnüber anderen Benutzern in der Nähe auszudrücken.

Vor zwei Jahren führten zwei Hochschulabsolventen die App in den Vereinigten Staaten ein. ‘Yik Yak’ gefällt den Hochschulstudenten am meisten, weil die App nicht nur auf Anonymität basiert ist, sondern auch am besten in einer Gemeinschaft wie auf dem Hochschulgelände funktioniert. Die App nutzt das Navigationssystem, das nun schon auf neuen Handys installiert wird, um lokale Beiträge zu suchen. Yik Yaks ‘Hotspots’ liegen auf dem Hochschulgelände, da die Konzentration von Studenten an solch einem Ort höher als irgendwo sonst ist. Wie werden die Meinungen, trotz der großen Menge der Beiträge, sortiert, damit man das App leicht verwenden kann?

Mit der App kann man anonym eine Ansicht abschicken. Die Ansichten werden gesammelt und anhand des Standorts veröffentlicht. Deswegen sieht man andere, örtliche Meinungen auf dem Bild, die man außerdem bewerten kann. Die beliebtesten Stellungnahmen steigen im Kurs und die ‘downvoted’ Beiträge fallen. Benutzer können ‘Yakarma’ erhalten, wenn sie Kommentare bewerten oder selbst etwas abschicken und Bewertungen bekommen. Je mehr Yakarma man bekommt, desto besser wird der Ruf innerhalb der App.

Während ich dies schreibe, ist heute der Kommentar ‘Woke up with my contacts on. I thought God had cured me for a second there.’ an der Spitze am Ort der Universität Nottingham. Yik Yak wird an Hochschulgeländen überall in Großbritannien benutzt, um diese witzigen Kommentare zu teilen. Verwenden deutsche Universitäten auch Yik Yak? Eigentlich ist das nicht der Fall. In der Tat benutzen die Deutschen überraschenderweise eine anderer App, die ‚Jodel’ heißt. Jodel ist ähnlich wie ‘Yik Yak’ aber derzeit beliebter in der Bundesrepublik. Anstatt ‘Top Yaks’ zu bekommen, erhält man ‘lauteste Jodels’. Außerdem ersetzt ‘Karma’ Yakarma. Obgleich die Beliebtheit der App Yik Yak in Nottingham offensichtlich ist, kann man die wahre Bekanntheit der App Jodel an deutschen Universitäten nicht schätzen.

Selbstverständlich sieht man auch die Nachteile der neuen sozialen Medien voraus. Insbesondere ist Anonymität ein erhebliches Problem, denn jeder kann sich mit einem Handy registrieren und alles Mögliche posten. Wenn man die App und die dort geteilten Beiträge betrachtet, versteht man, dass hier verschiedene Probleme auftauchen können, wie z.B. Mobbing oder unangemessene Kommentare und Beleidigungen. In Anbetracht der jüngsten Berichte von Hass und Kriminalität wegen der App in den Vereinigten Staaten, kann man der App wirklich als harmlose Form einer Unterhaltung vertrauen? Leider scheint die App ihre Kommentare nicht nachzuprüfen. Auf jeden Fall sollten die Designer der App Maßnahmen einführen um die sozialen Medien sicher zu machen.

 

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