The Imitation Game – ausgeklügelt und kraftvoll

The Imitation Game – ausgeklügelt und kraftvoll

BLAKE PURCHASE

The Imitation Game“ ist ein Film über die geheimen Aktivitäten von Alan Turing (spielte von Benedict Cumberbatch.) Er war ein Kryptograf bei „Bletchley Park“ (Der Sitz der militärischen Dienstelle in der englischen Stadt Bletchley) während des zweiten Weltkrieges. Es ist eine Erzählung über einen Kryptograf, der auch aufgrund seiner Persönlichkeit ständig an seine Grenzen kommt. ENIGMA war eine Maschine, die die Nazis verwendeten, um ihre Mitteilungen geheim zu halten. Entschlüsseln der Code bedeutete Angriffe vorhersagen und letztendlich die Leben retten.

Die historischen Aspekte des Filmes sind verblüffend, da die Einzelheiten des Projektes bis zu einem gewissen Grad noch im Verborgenen liegen. Der Film ist eine genaue Darstellung von Turings Bravour; und zeigt, wie revolutionär seine Ideen waren. Er wird von Historikern als „Vater des Computers“ betrachtet, und durchgehend sehen wir, dass er imstande war, über den Tellerrand hinauszuschauen. Als die anderen Kryptografen vergeblich mit primitiven Methoden arbeiten, beginnt Turing mit dem Bauen einer Maschine, die die Millionen von Kombinationen des Enigmas entschlüsseln konnte. Während des Films werden die Themen „Anpackermentalität“ und Optimismus behandelt. Lächerlich fand ich jedoch die Szene, in der Turing seinen hartnäckigen Kommandanten fragt: „Wer ist ihre Kommandant?“ Dieser antwortet: „Winston Churchill.“ Turing geht resolut weg und schreibt an Churchill! Keira Knightly wird als Joan Clarke eingebracht und stellt sich trotz der Geschlechterdiskriminierung mit ihren geistigen Fähigkeiten hinter das Projekt. Außerdem ermöglicht sie ein besseres Gleichgewicht in der Arbeitsgruppe und hilft Turing, sich über einen freundlicheren Umgang besser mit seinen Kollegen zu verstehen. So kauft er zum Beispiel Äpfel für sie, die Kollegen waren mit gutem Recht schockiert!

Das Format des Filmes ist eine „Zeitschleife“, insofern, als wir uns als Zuschauer zwischen der Gegenwart die fünfziger Jahre und dem Krieg bewegen. Zunächst fand ich das verwirrend und konnte der Geschichte nur schwer folgen. Es ist aber zweckmäßig, da Alan Turing von allen Seiten schlecht behandelt wurde. Die Szene, in der der junge Alan von den anderen Schülern unter die Dielen geschoben wird, drückt auf die Tränendrüsen. Er sieht so entgeistert aus, und es ist natürlich mächtig, da diese Szene hilft, das Thema und die Redewendung „manchmal sind es die Menschen, von denen man es sich am wenigsten vorstellen kann, die etwas leisten, was bis dahin unvorstellbar war“ zu ergründen. Von mehreren Szenen war ich ergriffen, da Turing während seines Lebens konstanten Widerstand sah. Paradoxerweise trotz der Tatsache, dass er ganze Städte rettete.

Dieser Film ist der vierte Versuch, dieses Thema zu behandeln, und ist der erste seit der postumen königlichen Amnestie von Alan Turing. Dieser nahm sich kurz nach seiner „Indecency-Verurteilung“ 31st März 1952 („grobe Unzucht und sexuelle Perversion“) das Leben. Regisseur Morten Tyldum ist insofern ein Erfolg geglückt, als er dieses Thema in ein neues Licht setzt und die Tatsache betont, dass der Krieg ohne Turings Beitrag zwei Jahre länger gedauert hätte. Und dennoch wurde er wegen seiner Homosexualität gejagt.

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