Mein Auslandssemester an der University of Nottingham

Mein Auslandssemester an der University of Nottingham

Von Isabel Poser

Mein Name ist Isabel und ich studiere Molekulare Medizin im grünen Herzen Deutschlands – genauer gesagt in Jena, Thüringen. Im Rahmen dieses Masterstudiums beschloss ich, ein Auslandssemester zu absolvieren, um in erster Linie meine Englisch-Kenntnisse zu verbessern und eine andere Kultur kennenzulernen. Ich entschied mich für die University of Nottingham, da sich das Lehrangebot sehr vielversprechend anhörte. Darüber hinaus besuchte ich Nottingham bereits 2 Jahre zuvor als ich eine Städtereise durch Großbritannien machte. Damals schon mochte ich die Stadt sehr gern, was meine Entscheidung bestärkte. Diese habe ich bis heute nie bereut.

Die ersten Wochen meines Auslandsaufenthaltes waren sehr spannend und aufregend, schließlich gab es sehr viel zu organisieren, zu entdecken und zu erleben.

Zunächst musste mein Studium organisiert werden. Dabei wurde ich aber vom Personal meiner Fakultät sowie von meinem Erasmus-Koordinator tatkräftig unterstützt. Ich entschied mich für den Studiengang MSc Oncology, es war allerdings kein Problem einige Module zu tauschen und somit meinen persönlichen Interessen anzupassen. Alle meine Fragen bezüglich des Studiums und der Organisation wurden mir umgehend beantwortet und ich habe mich bisher sehr gut betreut befühlt. Verglichen mit Deutschland sind die Vorlesungen sehr ähnlich aufgebaut. Da ich in Deutschland einen internationalen Studiengang belege, bei dem alle Vorlesungen auf Englisch gehalten werden, hatte ich bezüglich der Sprache keine Probleme dem Unterrichtsstoff zu folgen. Neu für mich war allerdings das Verfassen von Essays oder Hausarbeiten als Bestandteil der Prüfungsleistung. Wie gut ich dabei abschließen werde, kann ich zu diesem Zeitpunkt noch nicht sagen, aber ich bin der Überzeugung, dass es zumindest eine hervorragende Übung für mich ist, das wissenschaftliche Schreiben zu trainieren. Dies wird mir für meine anstehende Masterarbeit sehr viel weiterhelfen.

Während meines Aufenthaltes in Nottingham habe ich versucht neben der Uni so viel möglich zu erleben und zu sehen. Die enorme Vielfalt der Societies, denen man beitreten kann, kam mir dabei sehr entgegen. Ich selbst bin der NuDance- sowie der Breakdance-Society beigetreten, die mich beide extrem beeindrucken. Ich tanze zwar schon seit mehreren Jahren, allerdings sind das Niveau und die Vielseitigkeit des Tanzens in Nottingham wirklich hoch. Ich finde es wirklich faszinierend, wie viele überragende Tänzer es hier gibt und ich fühle mich wirklich geehrt ein Teil davon zu sein. Besonders durch Breakdance habe ich auch sehr viele neue Freunde kennengelernt. Außerdem bin ich auch der Real Ale Society, Travel-Society und NUSEX-Society beigetreten. Letztere boten mir eine ausgezeichnete Gelegenheit, mehr von England zu sehen, unter anderem mit Ausflügen nach Stonehenge und Windsor.

Generell kann ich sagen, dass ich von Nottingham sehr positiv beeindruckt bin. Besonders ist mir aufgefallen, dass die Menschen – sei es im Supermarkt, in der Bibliothek oder einfach auf der Straße – extrem freundlich und hilfsbereit sind. Davon können die Deutschen noch etwas lernen. Bezogen auf den Lebensstil generell musste ich mich kaum umstellen, abgesehen von den erhöhten Kosten. Besonders Lebensmittel und Getränke sowie Eintrittspreise in Diskotheken etc. sind recht teuer im Vergleich zu Deutschland. Ich bin sehr froh und werde es nie bereuen, ein Erasmusstudium gemacht zu haben und kann es nur jedem weiterempfehlen.

Ich bin nicht nur viel selbstbewusster im Umgang mit der englischen Sprache geworden, sondern habe auch viele Erfahrungen sammeln können und zahlreiche neue Freunde aus aller Welt kennengelernt. Diese Monate werde ich mein Leben lang in guter Erinnerung behalten.

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