Die Frankfurter Buchmesse

Die Frankfurter Buchmesse

Von George Jewitt

Vom 10. – 14. Oktober öffnete die Frankfurter Buchmesse, die größte internationale Buchmesse der Welt,  wieder ihre Tore. Bei diesem Event fanden mehr als 3.200 Veranstaltungen rund um Bücher, digitale Medien, Autoren und Leser statt.

Es war vor allem die schiere Größe des Events, die einem beim ersten Besuch auffiel: Fußgänger-Förderbänder waren nichts Außergewöhnliches und Pendelbusse schienen zuerst Fortbewegungsmittel für Fußkranke zu sein, entpuppten sich jedoch bald als eine bevorzugte Alternative zu einem 15 Minuten dauernden Fußmarsch durch die riesigen Messehallen.

Die Messe drehte sich wie immer um das Zusammenkommen von Autoren, Verlegern und dem Publikum aus allen Lebensbereichen (nur drei unter vielen), um die Wichtigkeit des geschriebenen Wortes zu feiern, sowie dieses zu diskutieren, die Leidenschaft für Literatur zu teilen und die Möglichkeit zu haben über die künftige Entwicklung und den weiteren Erfolg von Literatur nachzudenken.

In diesem Jahr hob die Buchmesse die Bedeutung der digitalen Medien hervor und es wurde viel darüber reflektiert, wie diese die Buchindustrie verändern werden. Im Allgemeinen waren die Äußerungen über den Zustand des Buchmarktes positiv.  In diesem Blog wird alles viel umfassender erklärt:

http://blog.buchmesse.de/2012/10/16/neu_auf_der_messe/

Die Autorin des Blogs schreibt, in Frankfurt habe sie den Eindruck gehabt, eine Branche in Bewegung zu sehen, mit einem riesigen Strauß neuer Möglichkeiten.

Der große Bedarf an Übersetzern bei der immer  schnelleren Produktion von literarischen Werken war auch ein Schwerpunkt bei der diesjährigen Messe. Über neunzig Titel aus Neuseeland wurden bereits ins Deutsche übersetzt, aber es fehlt noch immer eine große Zahl an Übersetzern für wenig gesprochene Sprachen.

Die Buchmesse dauert für manche viel länger als nur vier schnelllebige Tage. Jedes Jahr hat die Messe einen Ehrengast und im Geiste von 2011, als Island im Zentrum der Aufmerksamkeit stand, war es diesmal Neuseeland – das Island mit Bäumen.

Bis Ende November werden 300 Events in über 50 Städten stattgefunden haben. 67 neuseeländische Autorinnen und Autoren werden vor, während, und nach der Buchmesse lesen. Das Programm des neuseeländischen Pavillons steht fest und mehr als 600 Buchhandlungen in Deutschland nehmen an einem Neuseeland-Gewinnspiel teil.“

Die Ernsthaftigkeit der Macher der Buchmesse gegenüber Ländern, die für gewöhnlich nicht für ihre literarische Kunst bekannt sind, ist aus diesem Grund sehr inspirativ.

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