Eine Klare Mehrheit für die Groβe Koalition

Ergebnis des SPD-Mitgliedervotums

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DOMINIC LANGER

                Am Ende war es doch deutlicher als erwartet: 66.02% der SPD Parteimitglieder stimmten für die Groβe Koalition mit der CDU und CSU. Damit ist das Warten auf eine neue Bundesregierung fast vorbei, denn die neue Regierung soll bis Ostern stehen.

 Das Ergebnis wurde am Sonntag Morgen verkündet, nachdem am Samstag die Stimmzettel in der SPD Zentrale angekommen waren und die ganze Nacht durch ausgezählt wurde. Doch intern ist die Partei zerstritten, auch um das Ergebnis. Viele Gegner einer neuen Groβen Koalition fürchten, dass die Partei die Chance für die politische Erneuerung in der Opposition verpasst hat. Sie bangen auch um die politische Zukunft der Partei.

 Vor allem die Jungen Sozialdemokraten zeigen sich enttäuscht, denn sie waren starke Gegner der neuen Koalition. Das kann auch daran liegen, dass laut eine Umfrage von Mitte-Februar zufolge die AfD mit 16% knapp vor der SPD wäre.

 Doch viele, sowohl innerhalb der SPD als auch international und aus der Wirtschaft sind erleichtert, dass die politische Unsicherheit in Deutschland sich ans Ende nähert und fordern die neue Regierung auf, sich sofort an die Arbeit zu machen.

 Die Reaktion der Oppositionsparteien war dagegen gemischt. Die AfD, die jetzt die groesste Oppositionspartei im Bundestag stellen wird, kündigte einen ‚Kampf für eine vernünftige und nachhaltige Politik im Interesse der Bürger‘ an. Die Grünen loben das Ende der politischen Unsicherheit, kritisieren aber die Lücken im Regierungsprogramm bei Klima, Armut und Personalmangel in der Pflege.

 Die neue Regierung hat also genug zu tun, denn sowohl in Deutschland als auch in Europa gibt es genug Probleme, die dringende Lösungen brauchen.

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