Ein Neuanfang für Europa?

Emmanuel Macron

DOMINIC LANGER

      Der Französische Präsident, Emmanuel Macron, hat am Dienstag vor dem Europäischen Parlament in Strasbourg seine Vision für ein neues Europa präsentiert. Die Rede war Teil einer Serie von Reden verschiedenen europäischen Regierungschefs, die seit dem Brexit Votum der Briten im Juni 2016 versuchen, ein Neuanfang für Europa zu definieren.

     Macron hat seit seiner Wahl im vergangenen Mai zahlreiche Ideen für Reform in der Europäische Union vorgeschlagen, unter anderem einen eigenen Finanzminister für die Eurozone. Doch seit die Kritik an diese Idee gerade in Deutschland steigt, hat Macron es vorlaufig zu Seite gelegt. Auch beim Problem der Finanzen für die EU, vor allem weil mit dem Abschied Grossbritanniens eine grosse Lücke erscheint, sagt Macron, Frankreich sei bereit mehr einzuzahlen. Ein grösseres Budget sei nicht ein Problem, solange Europa sich ordentlich organisiere, so Macron.

    Die letzten Jahre waren für Europa tatsächlich turbulent, und Macron wurde nach wie vor heute als Hoffnungsträger der Europaeischen Idee. Doch ausser konkrete Unterstützung für Flüchtlinge, gab es keine detaillierten Ideen für die Zukunft Europas. Die Schwierigkeiten liegen auch extern: am 8den April wurde der rechts-populistischer und EU-feindlicher Premier Minister zum vierten Mal in Ungarn wiedergewählt. Selbst die Debatte im Parlament zeigte, dass Europa sich nicht einig ist, in welche Richtung es in Zukunft gehen soll. Für die Herausforderungen Europas werden Macrons Wörter alleine wohl nicht reichen.

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.

*