Denglisch

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EMMA BRIGHTON –

‚Denglisch‘ < Substantiv. Wenn man von Denglisch spricht, meint das eine Vermischung der deutschen und englischen Sprachen, auch bekannt als ‚Jugend- oder Werbesprache‘ in Deutschland. Es bedeutet freilich nicht ‚Fish and chips mit Sauerkraut‘, sondern ein neues, allerdings sehr umstrittenes Phänomen in der Entwicklung der deutschen Sprache, in Bezug auf die Einführung von zahlreichen Anglizismen im Laufe der letzten Jahre.

denglisch

Es ist nicht mehr zu leugnen, dass Anglizismen, das heißt englische Ausdrücke, Verben und Adjektive anstelle deutscher Wörter, vermehrt in den letzten zehn Jahren in den deutschen Sprachgebrauch übernommen und eingeführt wurden.

Plötzlich gibt es ‚Sales‘ in Berlin, ‚Shopping districts‘ und ‚Business management‘ in Frankfurt, „geile Events“, „langweilige Meetings“ – aber wo kommen diese Begriffe denn eigentlich her? Aus England? Naja, eher aus Amerika. Aufgrund der Globalisierung und der Ausbreitung amerikanischer Medien in Deutschland, insbesondere durch Zeitschriften und Fernsehsendungen, wurde Denglisch in den letzten Jahren unglaublich populär und die Nutzung dieser modisch und cool klingenden Wörter erfreut sich immer größerer Beliebtheit.

Dieses Phänomen setzt sich aber nicht nur bei den Heranwachsenden immer mehr durch, sondern auch moderne Unternehmer bedienen sich immer mehr von diesem modernen Sprachjargon. Hiervon gibt’s ein paar lustige und bekannte Beispiele:

„Skypen, googeln, typen, retweet“. Bezüglich moderner Internetsprache gibt es jetzt zahlreiche beliebte englische Stichwörter mit deutschen Kasusendungen. Angeblich haben solche Wörter auch an unserer Uni bereits Einzug gehalten. Einige Dozenten benutzen Sätze wie: „Kannst du mir das kurz moodeln?“.

Besonders für ältere Menschen stellen diese neuen Begriffe jedoch eine große Herausforderung dar. So erzählte mir erst kürzlich eine Freundin aus Deutschland, dass sie eine circa 80-jährige Frau in einem Kaffe in Passau / Bayern hörte, die sich einen „Kaffee TOGO“ bestellte und dabei das „to go“ so aussprach, wie das Land Togo. Gerade diese Altersschicht weiß oft überhaupt nichts mit diesen neumodernen Wörtern anzufangen.

„Tipps für die hottest Make up trends!“ > Eine typische Schlagzeile in vielen Zeitungen.

„Bist du ready?“ > Dieser Satz wird häufig von den Jugendlichen gebraucht.

bleib-cool-und-sprich-denglisch

Der deutsche Komiker Bastian Sick beschreibt in seinem Werk ‚Englisch für Anfänger‘ sogar weitere neue englische Begriffe im Deutschen, beispielsweise:  ‚Flat rate, Service point, Label, Meeting‘ und ‚Lobby‘. Sick erwähnt auch eine Menge witziger Rechtschreibfehler bezüglich Anglizismen auf Deutsch, beispielsweise „Celebraichens“ und „Bissnesslantsch.“ Vielleicht fallen diese Begriffe nicht unter „Denglisch“, sondern eher unter Englisch mit Rechtschreibfehlern, die vom deutschen Akzent beeinflusst werden.

Aber ‚Denglisch‘ gibt es nicht nur in deutschsprachigen Ländern, sondern auch im englischsprachigen Raum. Freilich ist es nicht zwingend notwendig, fließend in der deutschen Sprache zu sein, um Wörter wie ‚Kindergarten‘ oder ‚Zeitgeist‘ zu verstehen, aber dies sind Beispiele dafür, dass auch eindeutig deutsche Wörter in unsere Kultur eingedrungen sind. Sogar der Slogan des deutschen Autoerstellers Audi ‚Vorsprung durch Technik‘ ist einer der Sätze, die heutzutage auch in Ländern wie Amerika verstanden werden.

Eine Vermischung zwischen diesen beiden Sprachen wäre natürlich unwahrscheinlich nützlich für deutsche Sprachstudenten in England, aber man muss sich schließlich mal fragen: Wo liegt die Herausforderung? Trotzdem, als folge dieser Ereignis, könnte die future der German language genau so aussehen, deswegen ist es wahrscheinlich neccessary, dieses Article auf richtig Denglisch zu beenden. Man muss für alles good prepared sein.

 

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