Das Ende der aktuellen Weltordnung?

Bilanz des G7-Gipfels in Kanada

 

 

 

 

 

 

 

 

 

DOMINIC LANGER

            Der G7 Gipfel in Kanada ging am Samstag Abend zu Ende. Doch der Zustand der Beziehungen zwischen den sieben grössten Industrie-Nationen ist alles andere als positiv, vor allem wegen eine Person: Donald Trump.

            Es gab bei dem Gipfel viele Streitpunkte, doch die Drohungen, Strafzöllen auf bestimmte Importe in die USA einzuführen, sorgte für eine schwierige Stimmung. Während Trump seinen Protektionismus mit ‚Amerika zuerst‘ rechtfertigt, versuchen die Europäer gemeinsam mit Kanada, Trump davon abzuhalten, und warnten, dass Europa Konsequenzen ziehen wuerde. Schon vor dem Gipfel war klar, dass die Europäer und Kanada gemeinsam gegen Trump waren.

            Einen weiteren Grund zur Aufregung gab es, nachdem Trump vorzeitig den Gipfel am Samstag Nachmittag verlas. Bei einem gemeinsamen Kommuniqué machte er zwar mit, schrieb aber kurz danach seine eigene Nachricht auf Twitter. Das weckte vor allem den Eindruck, dass ihm der Gipfel weniger bedeutete als das bevorstehende Treffen mit dem Nordkoreanischen Machthaber Kim Jong Un in Singapur am kommenden Dienstag.

                  Die Tatsache, dass die Weltordnung sich ändert, ist seit Trumps Amtsantritt vor einerthalb Jahren klar. Nach dem Gipfel ist die G7 offensichtlich in Krise. Wieder einmal ist klar, wie wichtig es ist, dass Europa zusammen arbeitet und vereinigt bleibt, um sein eigenes Schicksal in die Hände zu nehmen.

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