Amy Winehouse: Der Musikindustrie fehlt ihr Talent

Amy Winehouse: Der Musikindustrie fehlt ihr Talent

von Annie Hunter

Ihre sofort erkennbare Stimme klingt aus meinen Lautsprechern so, als ob ich ihr Album “Back to Black” im Gedenken an sie spiele. Dabei ich habe mir auch überlegt wie sehr ihre seelenvolle Art zu singen vermisst werden wird. Interessanterweise haben Leute immer einen Trauermarsch von Amy in dem Video von “Back to Black” gesehen…

Meine Mama hat mir Amy Winehouse vorgestellt. Sie hatte sie im Fernsehen gesehen und gehört und deswegen kaufte sie das Album “Frank”. Ich erinnere mich noch an ihr frisches Gesicht auf dem Titelcover; jung und in rosa gekleidet, völlig anders als in den letzten Jahren mit der immer dünneren Figur und blasser Gesichtsfarbe.

Es war eine totale Talentverschwendung, als Amy in Drogen- und Alkoholexzesse hineingezogen wurde. Sie war absolut kein Vorbild für Kinder oder eigentlich irgendwen! Ihre erfolglose Ehe mit Blake hat ihr viel Traurigkeit eingebracht und sie auch in ihre Drogenabhängigkeit geführt. Sie war ewig in der Entziehungskur und hat sie dann immer wieder abgebrochen – obwohl es eigentlich glaubhaft in den Liedtexten ihrer Hit Single “Should’ve gone to Rehab” heißt. Mit der Nachricht von Amys Tod, denke ich, dass Leute sich der Ironie bewusst geworden sind. Sie war ein Mensch mit einer Familie, nicht nur “etwas” in der Presse. Es ist nicht leicht ein Promi zu sein und manchmal kann der dauernde Druck, immer einen guten Eindruck machen zu müssen und sich abzusetzen, einen auf Abwege führen.

Natürlich war sie nicht perfekt – aber es lässt sich nicht bestreiten, dass Amy Winehouse eine Legende der Musik Industrie ist. Es wird gesagt, dass sie den Weg für viele nachfolgende Künstler wie Adele und Lady Gaga vorbereitet hat. Eine Tragödie, dass wir doch noch einen talentierten Künstler in den Zwanzigern verloren haben… Otis Redding, Jimmy Hendrix, Kurt Cobain…die Liste wird vermutlich noch fortgeführt.

Ich freue mich auf die Veröffentlichung von Amys letztem Album und ich bin sicher, dass ihr Geist durch ihre Musik überleben wird.

 

Redaktion: Richard Pepper

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